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In der andauernden Diskussion über den Bestand der Verbandsgemeinde Kaiserslautern-Süd erinnert der SPD-Stadtverband an die bereits in den 1960er-Jahren geführte Diskussion zur Gebietsreform 1972. Damals stimmten Krickenbach, Schopp, Stelzenberg und Trippstadt für die Eingemeindung in die Stadt Kaiserslautern. Sie wurden allerdings per Gesetzgebung der Verbandsgemeinde Kaiserslautern-Süd zugeordnet. Die Verbandsgemeinde Kaiserslautern-Süd ist ein künstliches Gebilde, das aus drei Richtungen zusammengekommen ist. Zum einen kamen aus der Richtung Sickinger Höhe die Gemeinden Queidersbach, Linden und Krickenbach, aus dem Holzland und dem Landkreis Pirmasens die Gemeinde Schopp, aus dem Umfeld der Stadt Kaiserslautern die Gemeinden Stelzenberg und Trippstadt. In der zurückliegenden Zeit sind viele Versuche unternommen worden, die Menschen zusammen zu bringen und ausgleichend zu wirken. Dennoch ist die Verbandsgemeinde nicht zusammengewachsen. Es gibt weder eine gemeinsame Vergangenheit noch einen gemeinsamen Mittelpunkt. Zwischen den Ortsgemeinden gibt es auch keine gemeinsame Infrastruktur und keine gewachsenen historischen, religiösen oder familiären Beziehungen. Die Verbandsgemeinde ist also zu einer Verwaltungseinheit, jedoch nicht zu einer kommunalen Familie geworden. Die Menschen identifizieren sich nicht mit dieser Verwaltungseinheit, sondern nur mit ihrem Ort. Einer Fusion mit der Verbandsgemeinde Landstuhl erachtet der SPD-Stadtverband Kaiserslautern und die SPD-Ortsvereinsvorsitzende aus Stelzenberg als Verkennung der Tatsachen und Missbilligung des Bürgerwillens. Die Bürgerinnen und Bürger von Stelzenberg sehen bereits jetzt ihren Lebensmittelpunkt mehr in der Stadt Kaiserslautern, als in der Verwaltungseinheit Kaiserslautern-Süd und noch weniger in Landstuhl.
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