Kritik an Rückzug aus EM-Bewerbung ist realitätsfremd

Der CDU-Vorsitzende Michael Littig kritisiert die Rücknahme zur EM-Bewerbung 2024 - Das ist Augenwischerei entgegnet Guckenbiehl

Ein Jahr nach der Stadtratsentscheidung, keine Bewerbung zur Fußball-Europameisterschaft 2024 abzugeben, kramen die CDU und ihr Vorsitzender Michael Littig das Thema nun wieder aus. Entgegen der jetzigen CDU-Äußerungen gab es sehr wohl eine Prüfung, was eine EM die Stadt gekostet hätte. „An den Schulden der WM 2006 knapsen Stadt und Verein heute noch“, sagt der SPD-Vorsitzende und Stadtratsmitglied Oliver Guckenbiehl. „Sechs bis acht Millionen Euro hätte die Stadt die Ausrichtung und die Veranstaltungen für die EM 2024 gekostet.

Die Frage nach der Finanzierung lässt Littig unbeantwortet. Und ob das Stadion, das vor 20 Jahren für die WM umgebaut wurde, überhaupt EM-tauglich ist, ist nach den immer noch nicht bekannten Auflagen der UEFA weiterhin unbekannt.

Herr Littig müsste in seiner Funktion als FCK-Aufsichtsratsmitglied auch wissen, welche enormen Kraftanstrengungen die Stadt und der Verein geleistet haben, um eine drohende Insolvenz des FCK zu verhindern. In Anbetracht dieser Verhandlungen, nun die EM 2024 draufzusetzen, ist schlichtweg verantwortungslos.“