Familien und Kinder stärken

Wir unterstützen junge Familien und setzen uns für eine gute Kita-Versorgung ein!

Von Dr. Johannes Barrot,
Stellvertretender Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses / SPD-Stadtverbandes, Vorsitzender des SPD-Ortsvereines Kaiserslautern-West

 

Die SPD hat sich seit jeher für eine beitragsfreie Bildungspolitik eingesetzt. Beitragsfrei von der Kita bis zur Uni! In Rheinland-Pfalz haben wir die Kita-Beiträge für Kinder ab zwei Jahren gegen große Widerstände bereits seit 2007 schrittweise abgeschafft. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, es ist immer noch ein Riesenerfolg. Die Beitragsfreiheit entlastet junge Familien seitdem von monatlichen Beiträgen von bis zu 300,00 Euro pro Kind.

In der momentanen schwierigen Zeit der Corona-Pandemie haben wir in Kaiserslautern außerdem gefordert und durchgesetzt, dass die Beiträge für Kinder unter zwei Jahren, die im Januar und Februar 2021 nicht in die Kita gegangen sind, erstattet werden. 

Die städtischen Kitas erstatten zudem die Verpflegungspauschalen für die Kinder, die in der Zeit die Kita nicht besucht haben. Die Pandemie ist für alle schon belastend genug – auch finanziell, so dass wenigstens die Eltern, die es in dieser Zeit schaffen, ihre Kinder zu Hause zu betreuen, finanziell entlastet werden sollen.

Neben der Beitragsfreiheit sind ein gutes pädagogisches Angebot und die ausreichende Versorgung mit Kita-Plätzen genauso wichtig. Gerade ein gutes und ausreichendes Kita-Angebot ist für berufstätige Eltern unerlässlich. 

Es unterstützt vor allem berufstätige Frauen, die in unseren Familien immer noch überproportional häufig die Kinderbetreuung übernehmen. 

Eine gute Versorgung mit Kita-Plätzen stellt damit letztlich auch einen wichtigen Standortfaktor für junge, gut ausgebildete Eltern dar. In Kaiserslautern fehlen leider noch immer ca. 300 Kita-Plätze. Hier müssen wir uns zukünftig weiter anstrengen. Als SPD ist es uns ein Anliegen, die Situation der Kita-Plätze zu verbessern.

Außerdem muss die Personalsituation in den Kitas verbessert werden. Uns ist bewusst, dass gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher fehlen. Daher wollen wir uns dafür einsetzen, dass die schöne und spannende Tätigkeit mit Kindern noch attraktiver wird. 

Für den Fall, dass es aufgrund von Krankheitsausfällen oder ähnlichem zu vorübergehenden Personalengpässen kommt – wie im Dezember 2020 in der Kita Tausendfüssler – wollen wir uns für einen sog. „Springer-Pool“ einsetzen. 

Dafür haben wir in den städtischen Jugendhilfeausschuss einen Antrag eingebracht, der darauf gerichtet ist, in Kaiserslautern einen Springer-Pool von Erzieherinnen und Erziehern einzurichten, der bei vorübergehenden Personalengpässen „einspringt“. Dies ist wichtig, damit Betreuungszeiten nicht eingeschränkt werden müssen, wie in der Vergangenheit in der genannten Kita. Denn Kinder und junge Familien brauchen Verlässlichkeit und Planungssicherheit.

Schließlich wollen wir uns für ein transparentes und dezentrales Vergabesystem bei der Kita-Platz-Vergabe einsetzen. Der Kita-Planer ist insoweit ein erster Schritt in die richtige Richtung. 

Er erleichtert den Eltern die Online-Anmeldung ihrer Kinder. Die Stadtverwaltung prüft und testet derzeit das dezentrale System zur Kita-Platz-Vergabe „Kita-Match“, um die Vergabe von Kita-Plätzen schneller, effektiver und am Ende auch gerechter zu gestalten. Wir begrüßen dies ausdrücklich